Birdiebook

Das Semliner Online-Birdiebook bietet Ihnen mit seinen Bahnvideos, Grafiken und Spielbeschreibungen eine virtuelle Reise über drei Course des GolfResort Semlin am See. 

Mit der 27-Loch-Golfanlage in Semlin hat es der Golfplatzarchitekt Christoph Städler geschafft, einen Platz zu bauen, der keine sportliche, mentale und landschaftliche Langeweile aufkommen läßt. Möge Ihnen dieser Wegweiser nicht nur als idealer Navigator durch die Golfrunde, sondern im wahrsten Sinne des Wortes als Birdie-Maker dienen. Gespielt und beschrieben von Golfbuch-Autor Prof. Dr. Detlef Stronk (HCP10,3). Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg auf unserem Golfplatz.

Course A

„Der A-Course des GoflResort Semlin am See bietet ein landschaftliches Erlebnis und ist eine sportliche Herausforderung. Wer ihn mit seinem Handicap bewältigt kann stolz sein. Highlight des Courses ist sicherlich die Signature-Bahn 8, auf der die 300-jährige, weit ausladende Eiche, dem Wahrzeichen Semlins, mitten auf dem Fairway steht.“

Prof. Dr. Detlef Stronk, Golfbuch-Autor
Dr. Detlef Stronk ist Golfbuch-Autor, Großes Golf spielen und trainieren, Neue Trainings-Ansätze für Schwung, Fitness und Gesundheit, GolfResort Semlin, Berlin, Brandenburg, Havelland, Urlaub,

Bahn 1, PAR 4, Course A

A/B HCP 13 | C/A HCP 14

Zu Beginn der Runde eine kleine Herausforderung, vor allem wenn man im Turnier neugierig beobachtet wird. Denn diese Bahn ist nicht ungefährlich.

Spielerinnen und Spieler mit höherem Handicap müssen die Aus-Grenze und die Bunker-Landschaft rechts beachten, Spielerinnen und Spieler mit niedrigerem Handicap den Wassergraben und das Rough links.

Mein Rat: Lieber einen Gang zurückschalten und den Abschlag sicher in die Mitte des Fairways schlagen. Das Loch ist so kurz, dass man trotz eines etwas kürzeren Abschlags mit dem zweiten Schlag das Grün gut angreifen kann. Man muss nur den Grünbunker vermeiden. Auf dem Grün dann das Break beachten. Es ist stärker, als man auf den ersten Blick sieht.

Bahn 2, PAR 5, Course A

A/B HCP 9 | C/A HCP 10

Eine Bahn, bei der man bei klugem Spiel relativ einfach ein Par erreichen kann.

Wehe aber, man ist zu ehrgeizig. Dann kann man sich im Zählspiel leicht auch ein zweistelliges Ergebnis auf die Karte schreiben (mein „Rekord“ ist eine 15, ausgerechnet bei der Clubmeisterschaft…).

Der Drive muss kontrolliert und entspannt Mitte Fairway geschlagen werden. Bei einem stärkeren Slice kommen die Büsche rechts ins Spiel, bei einem unkontrollierten Draw oder gar Hook landet der Abschlag unweigerlich im Bunker oder gar links im Aus.

Vorsicht beim zweiten Schlag. Wenn man toppt, schießt der Ball in den Wassergraben. Wenn man pusht, landet der Ball in der unscheinbaren Buschgruppe rechts. Wenn man stark pullt, ist der Ball schon wieder links im Aus. Hier hilft nur eins: Durchatmen und ruhig und kontrolliert in die Mitte des Fairways schlagen; es ist breit genug.

Auch beim dritten Schlag ist Kontrolle angesagt. Wenn man pusht und presst, landet der Ball im Wasser. Wenn man nach links überzieht, findet man den Ball im Bunker wieder. Deshalb in Ruhe in die Mitte Anfang Grün zielen. Das Grün ist groß genug und gut zu putten

Bahn 3, PAR 4, Course A

A/B HCP 7 | C/A HCP 8

Ein für den Amateur sehr langes Par 4, bei der man im Zweifel von Anfang an auf Bogey spielen sollte.

Der Abschlag ist eigentlich sehr schön, das Fairway breit. Trotzdem verdonnern viele Amateure den Drive rechts in die Büsche oder links ins Aus, weil sie wegen der Länge der Bahn viel zu viel Kraft einsetzen, um, wie sie glauben, „Meter zu machen“.

Der zweite Schlag ist sehr anspruchsvoll. Die Fairway­-Bunker links und rechts liegen genau in der Landezone vieler Amateure. Die Grün-Bunker kommen bei sehr langen Schlägen mit Holz 3 oder Holz 5 leicht ins Spiel.

Man sollte deshalb als Alternative ein kontrolliertes Vorlegen in Betracht ziehen. Dann ist der Pitch aufs Grün einfach.

Das Grün ist sehr treu, die Putts laufen ziemlich gerade.

Bahn 4, PAR 3, Course A

A/B HCP 11 | C/A HCP 12

Ein langes, aber sehr schönes Par 3.

Der Abschlag erfordert einen geraden Schlag mit Holz 3 oder Holz 5. Wer das nicht kann, sollte sicher vorlegen und sich mit einem Bogey begnügen. Das ist an dieser Bahn durchaus in Ordnung.

Vorsicht beim Abschlag: nicht nach rechts Richtung Hügel pushen, da droht tieferes Rough. Und besondere Vorsicht vor einem Pull nach links. Dort in den Büschen findet man kaum einen Ball wieder.

Ist Ernte-Zeit, kann man gerne einmal einen der Äpfel von den Bäumen rechter Hand kosten. Sie schmecken richtig wie vom Land.

Bahn 5, PAR 4, Course A

A/B HCP 7 | C/A HCP 8

Von Birdie bis Triple-Bogey ist hier alles möglich.

Der Abschlag ist einer der schönsten in Semlin am See. Wenn es einem gelingt, den Ball an der Eiche Mitte Fairway vorbei zu bringen, verschafft das einem ein besonderes Erfolgserlebnis. Aber Vorsicht. Wenn man zu sehr presst oder überschwingt, landet der Ball rechts im Wasser oder in der endlos langen Baumreihe links.

Beim zweiten Schlag muss man eigentlich nur aufpassen, nicht zu weit nach rechts zu gelangen, denn dort drohen Rough und Bunker.

Sollte Sie in der Nähe des Grüns im Rough liegen, empfehle ich Ihnen als sicheren Schlag aufs Grün einen Putt-Chip. Sie wissen nicht wie der geht? Fragen Sie Ihren Trainer, es lohnt sich.

Das Grün ist links gut spielbar. Rechts hinten muss man auf das starke Break achten.

„1991, auf dem noch unfertigen Platz in Semlin, passierte der entscheidende Moment am 5. Loch. Das südlichste des Golfplatzes liegt direkt an einer unendlich weiten Feuchtwiese und dem als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Wald. Einen Moment lang war ich ganz alleine…, hinter einem märkischen Gehölzstreifen, beim Anspiel des Grüns, umrang mich auf einmal totale Stille. Das war unheimlich! Aber vor allem unheimlich schön. Es erinnerte mich an Kanada: Dort paddelte ich Jahre zuvor auf einem See und das einzige Geräusch, was man hören konnte, war der Aufprall eines Wassertropfens vom Paddel auf den See. Das war der Moment, in dem ich mich in Semlin verliebte“.

Stefan Quirmbach, Präsident der PGA of Germany, Five Star Pro der PGA of Europe

Bahn 6, PAR 4, Course A

A/B HCP 5 | C/A HCP 6

Diese Bahn war früher nicht zu Unrecht als das schwerste Loch in Semlin am See geratet. Ist der Drive nur eine Nuance ungenau, landet man unweigerlich in einem der Fairway-Bunker.

Sollte das passiert sein (und das ist bei mir in 50% der Drives der Fall), muss man sich unbedingt zurück nehmen und mit maximal einem Eisen 7 solide aufs Fairway schlagen. Fast alle Versuch mit Hölzern oder Hybrids aus dem Bunker zu schlagen führen erfahrungsgemäß zum Desaster oder bringen nichts, weil man das Grün sowieso nicht erreicht.

Vorsicht, wenn Sie mit dem zweiten Schlag rechts vom Fairway liegen. Der Boden ist gewöhnlich leicht sandig. Man muss deshalb den Ball sehr genau treffen.

Auf den Grüns sorgfältig auf die Breaks achten. Sie sind gewöhnlich eine Idee stärker als man glaubt.

Bahn 7, PAR 3, Course A

A/B HCP 17 | C/A HCP 18

Diese Bahn kann man wegen der leichten Einstufung sehr schnell unterschätzen.

Es lauern nämlich mannigfaltige Gefahren – das Rough und der tiefe Grün-Bunker rechts, vor allem aber das Wasser links.

Hier hilft nur eins: Sich besonders sorgfältig ausrichten, das Ziel visualisieren und entspannt schwingen. Dann geht´s.

Sollten Sie in der Sandbrache rechts vor dem Abschlag landen, was erstaunlich vielen Spielern passiert, dann achten Sie auf einen besonders sauberen Ballkontakt. Dazu ist es wichtig, die Beine beim Schlag ruhig zu halten und insbesondere beim Rückschwung nicht nach rechts zu schwanken.

Beim Grün sollten Sie auf der unteren Hälfte auf versteckte Breaks achten. Auch den kurzen Putt ernst nehmen.

Bahn 8, PAR 5, Course A

A/B HCP 15 | C/A HCP 16

Die Signature-Bahn von Semlin am See.

Eigentlich ist das Fairway so breit, dass der Drive keinerlei Schwierigkeiten bereiten dürfte – vorausgesetzt man schlägt mit Schwung, nicht mit Kraft! 

Doch an dieser Bahn darf man ausnahmsweise einmal nicht gerade Mitte Fairway schlagen. Denn dort steht die mächtige Eiche, die man stilisiert auf dem Semliner Logo wiederfindet. Sie ist ein echtes Hindernis. Angeblich besteht ein Baum ja zu 95% aus Luft. Diese Eiche in der Mitte der Bahn offensichtlich jedoch nicht, wie die vielen kleinen Aststücke beweisen, die man täglich unter diesem Baum finden kann…

Der zweite Schlag ist delikater, insbesondere wenn man links von der Eiche liegt. Da hilft nur Mut und Gottvertrauen beim Schlag über Wasser und Rough.

Beim dritten Schlag kann man seine Zielgenauigkeit unter Beweis stellen – dann kann ein Birdie der Lohn sein.

Auf dem Grün darauf achten, dass es mehrheitlich leicht von rechts nach links fällt.

Bahn 9, PAR 4, Course A

A/B HCP 1 | C/A HCP 2

Der anspruchsvollste, aber auch reizvollste Abschlag in Semlin am See.

Nicht umsonst handelt es sich um die am schwersten geartete Bahn. Überall lauern Gefahren: Wasser, Graben, Büsche, Sandbrache. Wenn man aber kühlen Kopf bewahrt und frei schwingt, kann man auch dieses Monster bezwingen.

Verführerisch ist der zweite Schlag. Ist einem nämlich ein guter Abschlag gelungen, neigt man leicht zur Übertreibung und versucht z.B. aus 160 m aufs Grün zu knallen. Das aber verzeiht diese Bahn nicht. Schnell findet man sich im Dreck, im Sand oder gar links in den Bäumen wieder.

Also das Ego zügeln, klug vorlegen, sauber aufs Grün chippen oder pitchen und dann die erstaunten Augen der Mitspieler sehen, wenn man mit einem Putt einlocht (das Grün ist nämlich kerzengerade!).

Course B

„Der B-Course in Semlin am See ist nicht nur landschaftlich wunderschön. Er bietet auch die Chance, wirklich gut zu scoren, vorausgesetzt man spielt ihn mit Bedacht. Spektakuläres Ende der Runde ist das 18. Insel-Grün, direkt vor der Außenterrasse des Restaurants.“

Prof. Dr. Detlef Stronk, Golfbuch-Autor
Dr. Detlef Stronk ist Golfbuch-Autor, Großes Golf spielen und trainieren, Neue Trainings-Ansätze für Schwung, Fitness und Gesundheit, GolfResort Semlin, Berlin, Brandenburg, Havelland, Urlaub,

Bahn 10, PAR 4, Course B

A/B HCP 4 | B/C HCP 3

Das ist eine teuflische Bahn, vor allem wenn man auf dem B-Platz startet. Hier muss man ganz cool sein.

An dieser Bahn kann man täglich eine große Zahl von Bällen finden, die im Wassergraben rechts oder im Wald gelandet sind. Selbst gute Spieler scheinen von dieser rechten Seite magnetisch angezogen zu sein oder kompensieren ihre Furcht vor einem Schlag dorthin mit einem Überschwingen nach links – und der Ball landet links im Wasser.

Doch: das Fairway ist für einen soliden Abschlag wirklich breit genug. Vergessen Sie die Hindernisse, wählen Sie ein Ziel Mitte Fairway und schwingen entspannt dorthin!

Eigentlich ist der zweite Schlag die größere Herausforderung. Denn der Eingang zum Grün ist relativ schmal, links kommt das Wasser regelmäßig ins Spiel und der Bunker rechts kennt mich bestens. Aber wenn der zweite Schlag gelingt, kann man mit stolz geschwellter Brust zur nächsten Bahn gehen. Man hat einen guten Start in die zweiten Neun geschafft.

Bahn 11, PAR 5, Course B

A/B HCP 10 | B/C HCP 9

Wer hier den Abschlag versemmelt ist selber schuld. Denn das Fairway ist riesenbreit. Man muss einfach Mitte Wald nach vorne zielen.

Die Herausforderung an dieser Bahn ist der zweite Schlag. Es muss einem gelingen, an dem an der 100 m Marke von Platzarchitekt Christoph Städler wirklich genau an der richtigen Stelle platzierten Fairway-Bunker links vorbei zu kommen. Aber nicht mit der Links-Tendenz übertreiben – sonst findet man den Ball schnell im Waldstückchen links wieder – oder auch nicht…

Sollte man rechts vom Fairway in dem Brachen-ähnlichen Bereich gelandet sein, muss man wieder sehr vorsichtig sein. Im Zweifel empfiehlt sich ein sicherer Schlag zurück aufs Fairway, nicht jedoch blindlings Richtung Fahne. Die Erfahrung zeigt, dass man in dieser Fläche sehr leicht mit dem Schläger im Boden hängen bleibt. Deshalb ist es notwendig, einen solchen Schlag ohne viel Körperbewegung auszuführen.

Ist der zweite Schlag gelungen, bringt dann der dritte Schlag den Beweis, ob man Annäherungsschläge und Pitches beherrscht. Ist das der Fall, kann man auch mal ein Birdie notieren – vorausgesetzt man hat den Break auf dem hängenden Grün richtig eingeschätzt.

Eine besondere Herausforderung bietet diese Bahn, wenn die Fahne rechts auf dem Grün hinter dem Wasser steht. Hier mein dringender Rat: Zähmen Sie Ihr Ego. Wenn der Ball nicht wirklich sehr gut spielbar liegt, sollten Sie mit dem dritten Schlag nicht die Fahne angreifen, sondern solide links am Wasser vorbei spielen. Ihr Score wird garantiert besser sein als nach einem Gewaltschlag, wo der Ball im Zweifel im Wasser landet oder den man auf dem schmalen Grün nicht zum Halten bringen kann.

Bahn 12, PAR 3, Course A

A/B HCP 14 | B/C HCP 13

Welch ein „leichter“ Abschlag. Eigentlich braucht man nur seine Längen genau zu kennen und muss dann entspannt aufs Grün schlagen. Eigentlich.

Doch man kann hier selbst gute Spieler sehen, die rechts in den Radfahrer-Weg schlagen. Oder die regelmäßig den rechten Grün-Bunker besuchen. Oder den offensichtlich Bälle liebenden See links beglücken.

Aber im Ernst: Bei dieser Bahn kommt es vor allem auf Selbstvertrauen und richtiges Visualisieren an. So kommt man schon aufs Grün.

Der eigentliche Spaß beginnt dann. Denn es handelt sich auf Bahn 12 um das Grün mit den stärksten Breaks in Semlin am See. Liegt der Ball seitlich vom Loch, kann man nur raten: Halten Sie einen halben Meter höher an als Sie glauben – dann endet Ihr Putt mit Gottes Hilfe vielleicht doch in der Nähe des Lochs.

Bahn 13, PAR 4, Course B

A/B HCP 12 | B/C HCP 11

Hier muss man präzise in die Mitte zwischen den Bäumen zielen und einen leichten Draw schlagen. Aber bitte nicht übertreiben und den Schlag nach links reißen. Denn eigenartiger Weise erweisen sich die Bäume links im seltensten Fall als durchlässig. Normalerweise findet man bei einem überzogenen Schlag nach links seinen Ball im Rough, in den Büschen oder unspielbar unter Ästen liegend wieder – oder gar nicht.

Deshalb ist es wichtig, sich auf diesen Abschlag sorgfältig vorzubereiten, den Schlag zu erfühlen und ohne große Spannung auszuführen.

Hat man den Drive geschafft, kann man sich der nächsten delikaten Aufgabe zuwenden: dem Schlag aufs oder zum Grün. Wenn man seinen Annäherungsschlag nicht beherrscht, sollte man vermeiden, das Grün wild anzugreifen. Dazu lauern dort zu viele Gefahren – die Bunker, die Büsche, ja sogar die Sandbrache hinter dem Grün (dort findet sich mehr Schläge wieder als Sie glauben!).

Stattdessen vorlegen, solide chippen – und besser scoren als ein gieriger Mitspieler…

Bahn 14, PAR 4, Course B

A/B HCP 8 | B/C HCP 7

Eigentlich ist der Graben in der Mitte doch gar nicht so breit. Doch das Fairway links davon hängt so stark nach rechts, dass man bei einem gar nicht schlechten Abschlag mit Fade trotzdem im Wasser landet.

Hier hilft nur eins: Beim Abschlag in Richtung Bunker am linken Fairway-Rand zielen und die Arme im Durchschwung freigeben. Dann ist die Landezone breit genug.

Könner schlagen beim Abschlag nach rechts vom Graben – aber selbst große Könner finden ihren Ball gar nicht so selten im Wald wieder. Selbst wenn sie das Fairway treffen, ist der zweite Schlag nicht unbedingt leichter als der für den Konkurrenten, der konservativ und solide auf die linke Seite geschlagen hat. Denn von dem linken Part des Fairways hat man gewöhnlich einen besseren Winkel zum Schuss aufs Grün.

Beim Annäherungsschlag aufs Grün kann man ruhig einen Schläger mehr nehmen. Denn das Grün ist so lang, dass der Ball gewöhnlich auch bei einem längeren Schlag auf ihm liegen bleibt. Nimmt man dagegen einen zu kurzen Schläger, landet man sehr leicht im Bunker vor dem Grün.

Bahn 15, PAR 5, Course B

A/B HCP 16 | B/C HCP 15

Dies ist wohl das breiteste Fairway in Brandenburg.

Wieso passiert es trotzdem, dass selbst gute Spieler regelmäßig in die kleine Buschgruppe links schlagen? Sie wollen weit driven, dabei den Bunker in der Fairway-Mitte vermeiden und überpowern nach links.

Was ist vernünftig? Entweder einen lockeren 80%-Drive oder ein schönes Holz 3 schlagen – dann wird die Bahn einfach.

Der zweite Schlag wirft keine Probleme auf, wenn man nicht gerade nach links in den Fairway-Bunker verreißt.

Beim dritten Schlag muss man sich Zeit lassen, sich sorgfältig ausrichten und gut visualisieren. Dann wird man mit Par oder gar Birdie belohnt.

Bahn 16, PAR 3, Course B

A/B HCP 18 | B/C HCP 17

Ehe Sie schlagen: Genießen Sie den herrlichen Blick auf dem regelmäßig zu einem der zehn schönsten Löcher Deutschlands gewählten Loch 16. Hören Sie die Vöglein zwitschern und sehen Sie, wie sich die Baumwipfel bewegen. Sie werden dann viel entspannter an den Abschlag gehen.

Denn jetzt können Sie das Grün wirklich treffen. 115 m gerade schlagen, das kann doch jeder.

Fast jeder…

Bahn 17, PAR 4, Course B

A/B HCP 6 | B/C HCP 5

Hoffen wir, dass wir den in Semlin am See an dieser Bahn häufigen Rückenwind haben. Dann gibt es eine Chance, diese für den normalen Amateur elend lange Bahn mit einem niedrigen Score zu meistern.

Das Fairway ist so breit, dass wir den Driver richtig schön sausen lassen können. Nur nicht drücken oder pressen, sonst kommen Bunker, Rough oder Wasser rechts ins Spiel.

Dann einfach so gut weiterspielen wie es geht. Irgendwelche strategische Hindernisse gibt es an dieser Bahn nicht.

Beim Grün aufpassen. Es fällt von links nach rechts.

Bahn 18, PAR 4, Course B

A/B HCP 2 | B/C HCP 1

Das Wichtigste: Schwingen Sie den Driver rund und entspannt.

Greifen Sie nicht zu fest und lassen Sie den Schwung aus der Körpermitte antreiben – nicht mit Händen, Unterarmen oder Schultern. Wenn Ihnen das gelingt, werden Sie mit einem machbaren Annäherungsschlag aufs Insel-Grün belohnt. Powern Sie dagegen mit zu viel Kraft, werden Sie Ihren Ball üblicherweise im Rough rechts vom Fairway wiederfinden. Und von da, glauben Sie mir, sollten Sie lieber kontrolliert vorlegen und keinen Harakiri-Schlag aufs Grün versuchen!

Liegen Sie in einer machbaren Entfernung, sollten Sie mit kühlem Kopf vorgehen. Das Grün ist etwas erhöht, also erfordert das grundsätzlich einen Schläger mehr. Allerdings sollten Sie beachten, dass in der Endphase einer Runde, insbesondere im Turnier, ihr Körper mehr Adrenalin ausgeschüttet hat als zu Beginn. Ihre Schläge sind also grundsätzlich länger. Rechnet man Beides zusammen, empfiehlt es sich, den Schläger für die übliche Schlagweite zu nehmen. Allerdings sollte man besonders auf eine gute Gewichtsverlagerung durch den Ball achten, damit man nicht im Boden hängen bleibt und der Ball im Wasser landet.

Haben Sie den Schlag aufs Grün geschafft, können Sie stolz sein. Was auch immer vorher auf der Runde passierte: Sie können mit einem guten Gefühl Ihr Bier oder Glas Wein auf der wunderschönen Terrasse genießen. Und wenn nicht: einfach auf ein Neues!

Course C

„Der C- Platz in Semlin am See belohnt gewöhnlich ein kluges und bestraft ein wildes Spiel. Wer ihn mit seinem Handicap meistert, hat sich den Drink am 28. Loch mehr als verdient. Auf dem Hochplateau von Grün 26 sollten Sie Ihren Blick einmal rundherum streifen lassen und die Aussicht geniessen.“

Prof. Dr. Stronk, Golfbuch-Autor
Dr. Detlef Stronk ist Golfbuch-Autor, Großes Golf spielen und trainieren, Neue Trainings-Ansätze für Schwung, Fitness und Gesundheit, GolfResort Semlin, Berlin, Brandenburg, Havelland, Urlaub,

Bahn 19, PAR 4, Course C

B/C HCP 10 | C/A HCP 9

Das Eröffnungs-Loch auf dem C-Platz fordert gleich unser ganzes golferisches Können und Geschick.

Haben Sie Mut und Selbstvertrauen, können Sie mit einem Draw in die linke Fairway-Hälfte schlagen und haben dann einen kürzeren Annäherungsschlag. Allerdings ist das Risiko bei diesem Schlag relativ hoch, links im Wasser zu landen.

Rechts von dem in der Mitte des Fairways liegenden Bunker ist dagegen viel Platz. Wenn Ihnen ein langer Drive gelingt, können Sie auch von da aus gut das Grün angreifen.

Wenn Sie mit dem zweiten Schlag vorlegen müssen, sollten Sie in die leichte Senke rechts vom Grün zielen. Dort lauern praktisch keine Gefahren.

Vorsicht auf dem Grün: Dosieren Sie die Geschwindigkeit ganz genau.

Bahn 20, PAR 4, Course C

B/C HCP 12 | C/A HCP 11

Eine sehr schöne Bahn, an der strategisches Denken notwendig ist.

Die Landezone zwischen Fairway-Bunker in der Mitte und Rough links ist relativ schmal. Der Drive muss also sehr genau sein.

Eine Alternative ist es, rechts vom Bunker zu schlagen. Aber nicht übertreiben: Wenn Sie zu sehr nach rechts pushen, geht der Ball ins Aus und dann hören Sie gewöhnlich den in Nachbars Garten erbost bellenden Hund…

Der zweite Schlag ist ein Kunststück: Links lauern Wasser und ein tiefer Grünbunker. Und wenn Sie den Ball nur ein wenig zu lang schlagen, werden Sie betrübt feststellen, wie er leicht nach hinten runter ins Wasser springt. Denn aus welchen Gründen auch immer: dieses Grün ist ziemlich hart.

Clevere Spieler schlagen den Ball deshalb sicher rechts vors Grün, chippen gut und gehen dann mit einem Par zum nächsten Loch.

Bahn 21, PAR 5, Course C

B/C HCP 4 | C/A HCP 3

Diese Bahn ist so lang, dass ich noch keinen Spieler erlebt habe, der das Grün mit dem zweiten Schlag getroffen hat. Aber auch mit drei Schlägen ist das Grün für den normalen Amateur nur schwer zu erreichen.

Dabei ist der Abschlag noch relativ einfach – außer man verzieht nach rechts in die Wicken oder nach links ins Wasser.

Aber schon der zweite Schlag erfordert genaues Kalkül. Wie kann man möglichst nah an den das Fairway kreuzenden Graben kommen, ohne den Ball da hinein zu schlagen? Bleibt man zu kurz – was bei dem üblichen Gegenwind nicht selten vorkommt, hat man nämlich einen elend langen dritten Schlag zum Grün.

Die Erfahrung zeigt, dass man als normaler Amateur diese Bahn am besten auf Bogey spielt. Dann hat man keine größeren Probleme.

Bahn 22, PAR 3, Course C

B/C HCP 18 | C/A HCP 17

Wenn einem nach den anstrengenden ersten drei Bahnen des C-Platzes nach Par dürstet: Jetzt kommt die gute Gelegenheit.

Allerdings aufpassen, nichts überstürzen, sorgfältig die Preshot-Routine einhalten und eher links von der Mitte des Grüns zielen. Denn der Grünbunker rechts kommt bei einem ungenau getroffenen Abschlag mit Rechts-Tendenz sehr leicht ins Spiel. Und dann ist es mit dem ersehnten Par gewöhnlich vorbei – außer Sie beherrschen Bunker-Schläge wie der legendäre Gary Player…

Bahn 23, PAR 4, Course C

B/C HCP 2 | C/A HCP 1

Kaum hat man Luft geholt, kommt schon die nächste große Herausforderung. Diese als am schwersten auf dem C-Platz geratete Bahn hat es in sich.

Die Drive-Landezone für die Spieler mit längeren Abschlägen ist ziemlich eng. Das Wasser links kommt häufiger ins Spiel als einem lieb ist. Schlägt man dagegen zu weit nach rechts, kommt man ins Rough und die kleinen Bäumchen sowie die Fairwaybunker auf der rechten Seite fangen plötzlich an zu stören. Es empfiehlt sich dann den zweiten Schlag mehr nach links zu schlagen als gen Fahne.

Ansonsten kommt es beim zweiten Schlag nur darauf an, solide Länge zu machen und dann mit einem kontrollierten Chip oder Pitch in die Nähe der Fahne zu schlagen.

Bogey ist auf dieser Bahn ein gutes Ergebnis.

Bahn 24, PAR 4, Course C

B/C HCP 14 | C/A HCP 13

Dieser Abschlag ist nichts für schwache Nerven: rechts Aus, links Wasser.

Hier zählt nur eins: Gerade abschlagen. Dazu sorgfältig seine Preshot-Routine einhalten, sich sorgfältig einen Zielpunkt Mitte Fairway suchen und mit entspannten Armen dort hinschwingen. Geht doch.

Auch der zweite Abschlag ist etwas für Könner: Schlagen Sie zu sehr nach links, finden Sie den Ball im Grünbunker wieder. Drücken Sie zu sehr nach rechts, können Sie den Ball im tiefen Gras zwischen den Bäumen suchen – und im Zweifel nicht finden. Auch bei dem zweiten Schlag kommt es daher nur auf eins an: gerade schlagen.

Das Grün ist stark ansteigend. Müssen Sie mit dem dritten Schlag chippen oder pitchen, sollten Sie einen Schläger mehr nehmen als normal.

Bahn 25, PAR 3, Course C

B/C HCP 6 | C/A HCP 5

Nach all den Anstrengungen sollte man meinen, dass einem Platzarchitekt Christoph Städler wieder etwas Erholung bei einem Par 3 gönnt.

Doch weit gefehlt. Jetzt werden unsere Nerven erst wirklich gefordert. Wir müssen durch eine relativ schmale Schneise unbedingt gerade schlagen. Denn glauben Sie mir, wenn Sie den  Ball nur leicht nach links oder rechts in den Wald verziehen, werden Sie ihn unter den Blättern, Zweigen und kleinen Bodengewächsen allenfalls in der Hälfte der Fälle wiederfinden.

Deshalb ein ehrlicher Rat: Wenn Sie nicht ganz sicher sind und nicht genügend Bälle in Reserve dabei haben, zähmen Sie Ihr Ego und schlagen mit Ihrem Lieblings-Eisen oder einem kleinen Hybrid locker und gerade ab.

Wenn Sie dann mit einem Bogey das Grün verlassen, haben Sie wahrscheinlich ein besseres Ergebnis als alle, die mit dem ersten Schlag die Fahne treffen wollten.

Bahn 26, PAR 4, Course C

B/C HCP 16 | C/A HCP 15

Nichts für ungut Christoph Städler. An dieser Bahn gönnen Sie uns netterweise wieder einen etwas leichteren Abschlag. Man muss nur aufpassen, nicht in den rechten Fairway-Bunker zu driven.

Aber die Erholungspause ist nur kurz. Denn jetzt kommt ein tückischer zweiter Schlag. Links droht Wasser, rechts vorn ein Fairwaybunker, in dessen Nähe wir kommen müssen, wenn wir einen passablen Schlag aufs erhöhte Grün haben wollen, aus dem jedoch der Schlag aufs Grün sehr schwer ist.

Vorsicht bei diesem Schlag aufs Grün. Es ist wie das Grün auf der Bahn 20 so hart, dass die Bälle nach dem Aufprall deutlich weiter rollen, als Sie erwartet haben. Deshalb einen Schläger wählen, mit dem der Ball Anfang Grün landet.

Wenn man dann oben auf dem Hügel-Grün angekommen ist, wird man für alle möglicherweise vorangegangene Unbill durch den schönen Panoramablick über die märkische Landschaft entschädigt. Und dankenswerter Weise ist das Grün auch so gerade, dass man problemlos putten kann.

Bahn 27, PAR 4, Course C

B/C HCP 8 | C/A HCP 7

Diese Bahn fordert wieder unser ganzes Können.

Der Abschlag ist erneut nicht einfach, wenn man bei seinen Drives eine Rechts-Tendenz hat. Denn allzu leicht landet der Ball rechts im Wasser oder im Fairwaybunker.

Wenn man zur Sicherheit dagegen etwas mehr nach links gezielt und Arme und Hände im Durchschwung schön freigeben hat, wird man mit einer erstaunlichen Länge des Abschlags belohnt. Denn an dieser Stelle hat man regelmäßig Unterstützung durch einen schönen Rückenwind.

Der zweite Schlag ist wieder etwas für Könner. Der Eingang zum Grün zwischen tiefem Grünbunker links und Wasser rechts ist schmal. Das nierenförmige Grün wird unfreundlicherweise links hinten von einem weiteren Bunker bewacht, den man vom Fairway aus leicht übersieht. Man muss schon sehr genau spielen könne, um den Ball aufs Grün zu bringen.

Doch es gibt eine überraschende Lösung für all diese Probleme: Man kann mit einem mittellangen Schläger links von dem Fairwaybunker spielen und dann relativ sicher zur Fahne chippen oder gar putten. Links von dem Bunker ist ausreichend Platz.

Dankenswerter Weise ist das Grün auf der 27. Bahn ziemlich gerade. Ein gelungener Schlussputt ist daher keine Seltenheit.

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